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Kurt Bühlmann schreibt regelmässig Kommentare betreffend die wirtschaftlichen Aktualitäten und Abläufe in Europa und in der Welt.

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Die spektakuläre Entwicklung des Goldes

21.03.2025 Wir alle können seit einiger Zeit einen beeindruckenden Kursanstieg von Gold verfolgen. Was geht hier ab?

Etwas Goldgeschichte
1929: Der Schwarze Freitag an den Börsen. Ein Börsencrash löst die Weltwirtschaftskrise aus, Banken brechen zusammen. Die US-Notenbank kann die Geldmenge nicht ausweiten, da die US-Währung an die Golddeckung gebunden ist und nicht beliebig Geld nachgedruckt werden kann.

1933: Viele US-Amerikaner reagieren und schaffen ihre Goldreserven außer Landes, was den Druck auf den US-Dollar nochmals deutlich verschärft. Der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt erlässt ein Gesetz, das privaten Goldbesitz verbietet. Goldbesitzer müssen ihr Gold zu einem Festpreis bei staatlichen Annahmestellen abgeben. Der Goldhandel wird verboten.

1944: Inzwischen lagern 70 Prozent der Goldreserven in den USA. Das Bretton-Woods-System - ein System fester Wechselkurse - wird eingeführt, der Dollar wird zur Weltleitwährung ernannt. Im Rahmen des Abkommens wird ein Goldpreis von 35 Dollar je Feinunze festgelegt. Alle Mitgliedsländer können von nun an ihre Dollarreserven bei der US-Notenbank in Gold umtauschen – zum festgelegten Kurs von $35 pro Unze Gold.

Ende der 50-er Jahre: Außerhalb der USA gibt es hohe Dollarbestände – die USA hat aber nicht mehr genügend Goldreserven, um ihrer Umtauschverpflichtung nachzukommen. Der auf 35 Dollar festgelegte Goldpreis kann nicht mehr gehalten werden. Das Bretton-Woods-System wird zugunsten flexibler Wechselkurse wieder aufgegeben.

Am 15. August 1971 läutete der damalige US-Präsident Richard Nixon mit der Aufkündigung der Goldbindung des US-Dollars eine neue Ära ein. Bis zu diesem Datum lag der Preis für eine Unze (=31,1g) Gold bei $35. Der US-Dollar war damals übrigens noch CHF 4,30 wert.

1972: Anleger müssen für eine Feinunze 50,20 US-Dollar bezahlen. Ein Jahr später hat sich der Goldpreis auf 102,25 US-Dollar verdoppelt, Stagflation prägt das allgemeine Bild. Anleger flüchten daher in Goldinvestments, was dem Goldpreis zu einem Sprung über die 500-Dollar-Marke im Jahr 1979 verhilft.

1980: Die Goldpreisrallye mündet in einem Allzeithoch, das am 21. Januar 1980 bei 850 US-Dollar je Feinunze markiert wird. Hintergrund des massiven Anstiegs sind dabei vor allem politische Faktoren, wie die Irankrise und die unsichere Situation in Afghanistan nach dem Einmarsch der Sowjetunion.

1999: Die großen Volkswirtschaften erholen sich, ebenso der US-Dollar. Dies wirkt sich negativ auf die Goldpreisentwicklung aus und führt zu einem Einbruch des Goldpreises auf 252,80 US-Dollar im Jahr 1999.

2005: Während der US-Dollar im Vergleich zu vielen Weltwährungen an Wert verliert, erholt sich der Goldpreis deutlich und erobert 2005 die 500-Dollar-Marke zurück. In den folgenden Jahren geht es kontinuierlich weiter aufwärts.

13. März 2008: Der Goldpreis springt erstmals über 1.000 US-Dollar je Feinunze. Die Immobilienkrise wirkt sich in massiven Kurseinbrüchen an den weltweiten Aktienmärkten aus, es kommt zu einer Reihe von Bankenpleiten und zu deutlicher Verunsicherung unter den Anlegern. Der Goldpreis profitiert davon und steigt kontinuierlich weiter an.

19. April 2011: Der Goldpreis schießt erstmals über 1.500 US-Dollar je Feinunze. Die Eurokrise, die einen massiven Vertrauensverlust unter den Anlegern hervorruft, trägt dazu ebenso bei, wie Sorgen um die Staatsverschuldung der USA.

12. September 2011: Gold erreicht einen neuen Rekordpreis von 1.810 $ respektive 1.598 CHF je Feinunze.

31. Dezember 2021: Der Dollarkurs für eine Unze Feingold liegt bei 1.829 $

31. Dezember 2023: Der Dollarkurs für eine Unze Feingold liegt bei 1.943 $

31. Dezember 2024: Der Dollarkurs für eine Unze Feingold liegt bei 2.606 $

21. März 2025: Der Dollarkurs für eine Unze Feingold liegt bei 3.029 $, ein historischer Rekord

Wie konnte es zu dieser Goldexplosion kommen?
Der Goldpreis, der 1971 noch bei 35 US-Dollar lag, steht heute bei 3’000 US-Dollar, was einem Anstieg um 8’500 Prozent entspricht. Der Anstieg des Goldpreises ist auf die eine Seite der Ausdruck einer Wertsteigerung in unsicheren Zeiten wie wir sie gerade erleben und andererseits ein Spiegelbild des Verfalls der Weltleitwährung US-Dollar – und mit ihm alle angehängten Währungen.

Der US-Dollar, zuvor durch Gold gedeckt, wurde in ein unbesichertes Zahlungsmittel verwandelt, dessen Wert seither durch Vertrauen und eine immer weiterwachsende Schuldenlast gestützt wird. Im September 1971 lagen die US-Staatsschulden bei 412 Milliarden und heute sind diese auf die enorme Summe von 36.623 Milliarden US-Dollar angestiegen – eine Verneunundachtzigfachung, in Zahlen ausgedrückt $36.623.425.590.691.
(Stand 21.3.2025 um 11H30, Quelle https://www.usdebtclock.org/)

Gold kehrt als zentrale Währung zurück. Sein Preis hat keinen Deckel, weil der US-Dollar keinen Boden hat (Dixit Robert Vitye).

Wie geht es weiter und was sind die Lösungen?
Der Goldpreis hat nach oben kaum Grenzen, während der US-Dollar und die ihm angehängten Währungen nach unten immer weiter an Boden verlieren. Wer auf Gold setzt, investiert nicht in ein Spekulationsobjekt, sondern in eine Urwährung, die sich seit Jahrtausenden bewährt hat.

Nun möchte ich jedoch auch von Silber sprechen. Klar, Gold ist gut, sogar sehr gut, jedoch ist für mich eine Absicherung in Silber noch besser. Ich beschreibe dies ausführlich in meinen beiden Büchern «Die Krise – was tun?» und «Krisenwirtschaft – Schlüssel zur Hilfe und Selbsthilfe». Wenn Sie diese Bücher noch nicht gelesen haben, dann empfehle ich, es dringend zu tun. Dort finden Sie alle nötigen Informationen, Erklärungen, geschichtlichen Abläufe und vor allem krisenresistente Lösungen für die kommenden Zeiten. Sie finden diese Bücher hier https://www.alliance-ch.ch/[...]/shop.html

Im Wort Gottes wird Silber übrigens in fast allen diesbezüglichen Versen an erster Stelle, also vor Gold, genannt. Der Schlüsselvers in Haggai 2,8 heisst denn auch: /em>Mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR der Heerscharen. Ich empfehle Ihnen, neben meinen Büchern, die Lektüre meiner diesbezüglichen «Blogs», welche Sie auf unserer Internetseite unter https://www.alliance-ch.ch/[...]/aktuelles.html finden. Es handelt sich um eine wahre Fundgrube.

Und klar, wir stehen Ihnen für Auskunft und Beratung zur Verfügung auf einfache Anfrage via Email unter info@alliance-ch.ch .

Unsere Aufgabe
Zum Abschluss möchte ich ganz klar betonen, dass es nicht darum gehen soll, unser Vertrauen in Silber und Gold, sowie anderweitige materielle Werte zu setzen! Unser Vertrauen soll in unseren Schöpfer sein!

Hingegen sollten wir als treue Verwalter der uns von Gott anvertrauten Güter diese kompetent verwalten und sogar vermehren. Unter kompetent fällt der Entscheid, den unwahren Werten der Welt zu misstrauen (z.B. das erwähnte Weltgeld) und diese dort anzulegen, wo ein wahrer Gegenwert besteht. Ich beschreibe es ausführlich in meinen Büchern.

Damit sind unsere Werte nicht nur abgesichert, sondern werden in diesen unsicheren Zeiten sogar einen Wertzuwachs erfahren. Und was können wir dann mit diesem Wertzuwachs tun? Antwort: ihn im Auftrag unseres Schöpfers so verwenden, dass wir ein Segensinstrument für viele in schwierige Lage gekommene Menschen sein dürfen.

Und dann wird die Seelenernte gross sein. AMEN!

Nach dieser etwas langen Botschaft wünschen wir Ihnen einen mächtig gesegneten Frühling unter Seinem Schutz & Segen!